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Donnerstag, 13. Januar 2011

Review: Sushi-Lieferdienst in Dresden - Mrs. Sushi

All die Jahre, die ich nun schon in Dresden bin, habe ich eine spezielle Art Lieferdienst immer vermisst: Sushi-Bringedienste. Heute habe ich nun endlich einen entdeckt!

In der Vergangenheit war ich hier die längste Zeit als Student unterwegs - da hat man zwar nicht so viel Geld zur Verfügung und Sushi ist so ziemlich das teuerste Fast-Food, was es gibt - aber in einer Studentenstadt wie Dresden gibt es natürlich auch günstige Alternativen. Z.B. diverse Sushi-All-You-Can-Eat-Angebote bei "Sushi & Wein", dem Thailänder am Dr.-Külz-Ring oder den lustigen Leuten von Soy's Sushi Alaunstraße Ecke Louisenstraße in der Neustadt. Bei letzterem kann man an zwei Tagen in der Woche für 12,50 EUR soviel Sushi essen wie man möchte. Die Auswahl ist freilich auf einige wenige Sushi-Sorten eingeschränkt, aber die Qualität stimmt und die fehlende Vielfalt lässt sich leicht über die Quantität ausgleichen.

Soviel zur älteren Sushi-Geschichte im Hause S. In der jüngeren Geschichte war unser Konsum auf so ziemlich genau Null zurückgegangen, da meine Frau mit unserer Tochter schwanger war und Schwangere unter anderem rohen Fisch vermeiden sollen, um gewissen parasitären und bakteriellen Infektionen aus dem Weg zu gehen (Toxoplasmose, Listerien, etc.).

Nun ist unsere Tochter seit Dezember auf der Welt und ganz langsam sind die ersten geburtlichen Schockwellen am Abklingen, so dass meine Frau auch mal wieder über die ehemaligen Nahrungstabus nachdenken kann und sich heute nun an ihr "Fantum" für Sushi erinnert hat. Da die letzte Sushi-Sitzung im Allgemeinen und die letzte Suche nach einem Sushi-Lieferdienst im Speziellen nun schon über ein Jahr her waren, haben wir uns spontan mal wieder nach dem meiner Meinung nach Must-Have-Lieferdienst-für-eine-moderne-Großstadt umgesehen und sind bei einem Lieferdienst-Aggregator auf einen einzelnen Dienst namens "Mrs. Sushi" auf der Barbarastraße im Dresdner Norden gekommen. Spontan haben wir dort ein lecker klingendes Menü bestellt und geradezu fiebrig auf den Lieferanten gewartet.

Eins vorweg: Von den finanziellen Eckdaten her ist "Mrs. Sushi" für einen Lieferdienst geradezu unverschämt teuer. Der Mindestbestellwert lag bei 25 EUR, dazu kommen in jedem Fall noch 3,50 EUR Liefergebühr. Abgesehen von dem gigantischen Mindestbestellwert (mehr als dreimal so hoch wie bei unserem Stamm-Pizza-Lieferdienst Freddy Fresh!): Versandkosten bei einem Fast-Food-Lieferdienst?? Das ist geradezu frech-dekadent. Normalerweise spricht im Essensliefergewerbe ab dem Mindestbestellwert keine Sau mehr über sowas. Andere Dienste "bestrafen" Außer-Haus-Lieferungen, indem sie Selbstabholer mit Rabatten belohnen, und nicht mit Aufschlägen. Bei diesen Grundvoraussetzungen sind unsere Erwartungen sofort sehr hoch.

Die Preise selbst sind nicht-all-you-can-eat-sushi-typisch gehoben. Das billigste Menü kommt mit 8 EUR daher und enthält 3x6 vegetarische Maki-Sushi. Das teuerste Menü, das "Love"-Menü, kostet 50 EUR, und enthält - für zwei Personen - eine Flasche Tafelwein, 10 Nigiri, 12 Maki, 12 Inside-Outs und 8 "Sushi-Balls". Darunter finden sich - die Surimi-Nigiri mal außen vor - keinerlei günstig-vegetarische Stücke, sondern durchgängig hochwertige Fischsorten wie Lachs und Garnelen. Einzelsorten gibt es ab 3 EUR pro Maki-Sorte, bis hin zu 15 EUR für einen Teller Sashimi mit Salat. Angesichts des Mindestbestellwertes sind diese Möglichkeiten aber relativ uninteressant für die Lieferung. Der interessierte Sushi-Connaisseur kann sich auf der Karte (s.u.) selbst informieren. Neben den Menüs und Einzelteilen gibt es noch Getränke (Tee, Wein, Bier, Nichtalkoholisches), sowie eine kleine Auswahl Suppen (Miso) und Salate (Seetang).

Wir bestellen das "Love"-Menü für 50 EUR und zwei Personen, und sind gespannt. Angekündigt ist eine Lieferzeit von 60-90 Minuten - für eine innerstädtische Lieferung am frühen Donnerstagabend ziemlich lang - angeblich wird das Sushi aber frisch zubereitet! Nach einer Dreiviertelstunde klingelt es bereits an der Tür und die Lieferung wird von einem souveränen Herrn in den goldenen Jahren seines Lebens und Icke-Dialekt, der eher der Geschäftsführer als der Lieferjunge sein wird, gebracht und ausführlich erläutert. Besondere Aufmerksamkeit legt der Herr auf eine Spezialität des Hauses, die verschiedenen "Skin-Sushi" mit gerösteten Zwiebeln. Die gibt es in Form einer Variation der California-Roll und in Form der Sushi-Bällchen, die von der Form her letztlich an herzhafte Halloren-Kugeln erinnern.

Das Sushi ist auf drei Frischhalte-Blister verteilt und wird von vier kleinen, extra verschlossenen Pötten Soja-Sauce, einer Portion Gari und zwei Häufchen Wasabi begleitet. Dazu gibt es eine Flasche hier nicht weiterbetrachteten, günstigen, trockenen Weisswein mit Schraubverschluss und drei Paar Einmal-Ess-Stäbchen aus Holz. Der erste Eindruck vom Sushi ist - nachdem sich die störrischen Blister ihrem Schicksal ergeben haben - sehr gut: Die Stücke sehen sehr frisch aus und riechen auch so.
Einzig der Wasabi macht Sorgen.. wenn mich nicht alles täuscht, handelte es sich in unserem Fall um die billigere europäische Variante: gefärbter und nachgewürzter Standard-Meerettich, statt der originalen Wassermeerettich-Paste aus Japan. Das klumpige Verhalten in der Soja-Sauce und der auffallend süße, viel zu unscharfe Grundton sprechen für sich. Für den Preis und mit dem Anspruch eines richtigen Sushi-Imbisses ein echter Faux-Pas.

Mangels Selbstbeherrschung haben wir versäumt, das Gesamtmenü vor dessen Vernichtung zu fotografieren, so dass es an dieser Stelle lediglich ein Foto von einer späteren Phase im Lebenszyklus der Lieferung gibt:


Geschmack und Konsistenz der Teilchen erreichen letztendlich durchaus unsere hohen Erwartungen - das Sushi ist offensichtlich frisch zubereitet. Der Fisch ist frisch und schmeckt hervorragend. Der Reis der Teilchen ist etwas zu fest verarbeitet und nimmt deshalb zu wenig Soja-Sauce auf. Auch hätte der Reis etwas mehr Essig vertragen können. Die Spezialität des Hauses - die Skin-Sushis mit gerösteten Zwiebeln - ist fein abgestimmt und durchaus einen Versuch wert, auch wenn das Aroma unkonventionell ist: die verwendeten Zwiebeln sind feingranular und bestätigen die Angst vor dem Billig-Röst-Gelumpe, den es im Supermarkt für die Verwendung in Hot Dogs zu kaufen gibt, nicht. Auswahl und Komposition der gelieferten Sushi-Typen gefallen gut - lediglich die Garnelen-Nigiris brechen die Mit-Einem-Happs-Im-Mund-Konvention von Sushi und erfordern die pre-verzehrliche Ablösung der Heckflosse, was nach sonstigen kulinarischen Spielregeln jedoch eher ein Zeichen für Qualität ist.

Fazit:
Das Sushi war ausgesprochen frisch und wohlschmeckend - der Preis ist gerechtfertigt. Schade ist es um den etwas zu festen Reis und den unnötigen Wasabi-Ersatz. Ein etwas hochwertiger Wein hätte weder dem 50-EUR-Menü, noch dem Umsatz des Lieferdienstes nachhaltig geschadet. Absolute No-Gos sind die festen Versandkosten und der sehr hohe Mindestbestellwert.

In der Summe ist "Mrs. Sushi" empfehlenswert, aber aufgrund der hohen Investitionshürde nicht für die Stillung des täglichen Sushi-Jipers geeignet.


* Gefunden via: http://www.lieferservice.de/mrssushi
* Homepage mit Aktionen etc.: http://www.callsushi.de

Disclaimer: Ich bin in keiner Weise mit den genannten Marken und Produkten assoziiert und erhalte für die Erwähnung von Namen oder den Artikel als solchen keinerlei Zuwendungen von den betroffenen Unternehmen. Food-Reviews finden schon aus Gründen der Objektivität in einem anonymen Rahmen statt, um die durchschnittliche Qualität des Produktes einschätzen zu können, und spezielle Review-Auslieferungen zu vermeiden.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Das Ende der Wette ...

Unsere Tochter wurde am 05.12.2010 um 23:30 geboren :)

Damit liegen alldiejenigen, die auf den 6.12. getippt haben noch am nächsten. Tante Steffi erzählt ein klein wenig nebenan. Später gibt es sicherlich noch eine Timeline der jüngsten Erlebnisse.

Dienstag, 27. Juli 2010

Kepler-Wissenschaftler: Erdähnliche Planeten sind die häufigste Planetenklasse in der Milchstraße

Nachdem die ersten 400 bis 500 Exoplaneten in den ersten 15 Jahren der Exoplanetenforschung aufgrund der verwendeten Detektionsmethoden fast ausschließlich Gasriesen waren, wendet sich nun das Blatt: Dimitar Sasselov, Co-Investigator der Kepler-Mission, hat im Juli auf einem TED-Talk in seinen Folien mehr oder weniger deutlich einen unglaublichen Durchbruch in der Exoplanetenforschung untergebracht.

Seit Kepler im März 2009 gestartet war, hat das Weltraumteleskop offensichtlich bereits mehrere hundert neue Exoplaneten gefunden und damit die Zahl der ausserhalb des Sonnensystems bekannten Planeten erstmals vierstellig werden gelassen. Richtig gelesen: Die Menschheit kennt mittlerweile über eintausendeinhundert extrasolare Planeten! Der größte Hammer kommt aber erst noch: Die größte Gruppe sollen dabei entgegen früherer Zahlen die erdähnlichen Planeten stellen - also Gesteinsplaneten, die weniger als doppelt so groß wie die Erde selbst sind.


(C) Dimitar Sasselov

Nach der inoffiziellen Ankündigung waren Querelen über die "Veröffentlichungsstrategie" laut geworden, weil das Kepler-Team die Daten von 400 neu gefundenen Planeten eigentlich bis Februar 2011 zurückhalten wollte, um sie selbst ausführlich zu analysieren und nun doch umgekippt ist. Aus diesem Grund gibt es auch noch keine offizielle Ankündigung der NASA, die im Kepler-Projekt als Veranstalter auftritt.

Nichtsdestotrotz finde ich diese Wende in der Geschichte der Kosmologie atemberaubend und hoffe für die nächsten Jahre auf viele neue Forschungsergebnisse. Immerhin ist es möglich, dass wir nun, da wir wissen, wohin wir schauen müssen, bald den ersten habitablen Planeten finden - also eine Schwestererde, mit ähnlicher Athmosphäre und flüssigem Wasser und so. Man darf tierisch gespannt sein - ich bin es jedenfalls! ^^

Freitag, 21. Mai 2010

Aufstieg und Fall eines Facebook-Worms

Facebook wird momentan mächtig gewaltig durch verschiedenste Datenschutz-Skandale durchgeschüttelt und ist dadurch in der Gunst der Millionen von Nutzer gesunken. Der Social-Networking-Riese hat aber noch ein anderes Problem: Er ist ein Primärziel von Virenschreibern und Hackern jedes Niveaus.

Sehr schön war gerade eben (auf Twitter: 1, 2) zu beobachten, wie ein solcher Hacker einen Wurm auf Facebook los ließ, ein Antiviren-Experte darauf reagierte (indem er eine Telefonnummer des mutmaßlichen Verursachers herausfand und den anrief, und der Infektionsvektor schlappe 15 Sekunden später offline war.

Mikko Hypponen von Antivirushersteller F-Secure war der genannte Experte, der, wie er hier im F-Secure-Blog beschreibt, den Infektionsvektor untersuchte und feststellte, dass die IP-Adresse der über einen Anonymisierungsdienst registrierten Zieldomain (fbhole.com) von einer weiteren Domain (ironbrain.net) verwendet wird, wobei letztere aber ganz normal über einen regulären Provider registriert wurde. Bei einer regulären Registrierung muss man dann auch persönliche Daten hinterlegen. Quasi ein Eintrag im Grundbuch des Internets. Für die zweite Domain gab und gibt es also nicht-anonymisierte Kontaktdaten. Inklusive Telefonnummer:

Administrative Contact
=======================
ID........... UC-368699
Name......... Jiri Pavlin
PostAddress.. XX unkenntlich gemacht (d.R.) XX
PostCode..... 25225
PostArea..... Orech
Country...... CZ
Phone........ +---.731464006

Quelle: ping.eu/internic.net

Diese Nummer rief er an und fragte nach der ersten Domain -- der Herr am anderen Ende stritt eine Beteiligung ab, kurz nach Ende des Gesprächs gingen die Webangebote auf der IP jedoch offline, so dass die unmittelbare Gefahr durch den ursprünglich angreifenden Facebook-Worm gebannt ist.

Diese Daten sind nach wie vor über diverse whois-Dienste uneingeschränkt und öffentlich abrufbar, da ihre Verfügbarkeit nicht davon abhängt, ob die Zielrechner der Domäne abgeschalten sind oder nicht.

Es ist natürlich möglich, dass der Rechner des aufgeführten Unternehmens von Dritten zweckentfremdet wurde. Die extrem schnelle Reaktion des Angerufenen deutet aber eher darauf hin, dass er aktiv den Vorgang auf seinem Server beobachtete und sich etwa nicht erst auf seinem Server einloggen musste um die Notbremse zu ziehen. Die Abschaltung des Servers ist bei geöffneter Konsole dagegen locker in 10 Sekunden zu schaffen.

Der ganze Vorgang dauerte von Entdeckung bis Abschaltung lediglich eine gute halbe Stunde.

Dienstag, 27. April 2010

Dunkle Materie und Spiegelwelten

Ein ganz großes Forschungsthema zur Zeit ist die so genannte Dunkle Materie.

Vereinfacht gesagt reicht die Masse der sichtbaren, normalen Materie und der sichtbaren, normalen Energie nicht aus, um die Struktur und das Verhalten des sichtbaren Universums hinreichend genau zu erklären. Vielmehr scheint es, dass das Universum zum überwiegenden Teil (72%) mit Dunkler Energie angefüllt ist, zu einem kleinen Teil mit Dunkler Materie (23%) und die "normale" Materie (Hadronen (Baryonen, Mesonen), Leptonen, ...) nur 5% ausmacht.
"Dunkel" ist in diesem Zusammenhang nicht als "Schwarz" im herkömmlichen Sinne zu verstehen, sondern als "mangels Interaktion mit normaler Materie schwer nachweisbar". Kurzum: uns fehlen die biologischen und technischen Mittel, die Dunklen Kollegen direkt zu erfassen und nachweisen zu können, denn sie interagieren nicht mit unseren Freunden, den elektromagnetischen Wellen, wie etwa Licht oder Radar. Bisher fand der Nachweis über den gravitationalen Einfluss der beiden Dunklen Formen statt, indem etwa aus dem Abbild einer Gravitationslinse die notwendige Masseverteilung ermittelt wurde, diese sich aber nicht detektieren ließ, womit die Dunkle Materie als Verursacher vermutet wurde.

Dunkle Materie, nachgewiesen durch den Gravitationslinseneffekt.
(Bild: NASA / Public Domain)


Was ich mich nun vor ein paar Tagen gefragt habe: Wenn da draußen ein Großteil der Materie nicht greifbar, nicht nachweisbar ist, und ein Großteil der Energie ebenso wenig, unterliegen wir dann nicht einer anthropozentrischen Falschnomenklatur? Unsere Materie ist nicht normal - unsere Materie ist der Außenseiter, die Abweichung von der Norm. Die Dunkle Materie ist das, was normal ist. Was ist, wenn um uns, in uns, und überall sonst Dunkle Materie ist, die sich quasi genauso verhält wie normale Materie, von der wir aber nichts mitbekommen? Dann könnte es doch sein, dass wir nur den Hinterhof, das Kuriositätenkabinett des Universums zu sehen bekommen, und das eigentliche Universum Dunkel ist - für uns auf ewig unmittelbar unfassbar.

Verteilung der Dunklen Materie in einem scheinbar leeren Abschnitt des Universums.
(Bild: NASA / Public Domain)

Einen Artikel, den ich heute gelesen habe, formuliert das aus: Es könnte sein, dass die Welt der Dunklen Energie und der Dunklen Materie eine Spiegelwelt ist, die mit der unseren nur sehr schwach und hauptsächlich über Gravitation interagiert, sich selbstbezüglich aber genauso verhält wie normale Materie. Ein ganzes Universum, dem unseren überlagert - ganz ohne die Postulierung von zusätzlichen Dimensionen und was nicht alles. Wenn das tatsächlich so ist, dann steht als nächstes die Anwendung des Kopernikanischen Prinzips zu Buche!

Die Kernaussage: Wir sind nichts besonderes. Wir - ein jeder von uns, zu jedem Zeitpunkt, bei der Beobachtung eines beliebigen Ereignisses - sind Mittelmaß. Die Schlussfolgerung: In der Welt der Dunklen Materie gibt es noch viel mehr Zivilisationen als in unserer Materiewelt. Vielleicht wundern sie sich über die 5% fehlende Materie, ohne die die Dynamik ihrer eigenen Welt nicht endgültig und vollkommen erklärbar ist, und sie nennen diese 5% - unsere 5% - uns - Dunkle Materie. Und auch sie haben keine Möglichkeit, mit uns zu interagieren und unsere Welt unmittelbar wahrzunehmen.

Ich finde diesen Gedankengang "mind-blowing". Und ein bisschen gruselig - E.T. könnte in diesem Moment durch Sie hindurchgeflogen sein. Uns Sie hättens noch nicht mal gemerkt, wenn ich es Ihnen nicht verraten hätte..

Donnerstag, 22. April 2010

The Axis of Awesome - Four-Chord-Song

Eine Comedy-Truppe namens "The Axis of Awesome" hat das Geheimnis aller Pophits der letzten 40 Jahre ergründet: Offensichtlich gibt es vier Akkorde, aus denen sich beliebig viele Hits basteln lassen. Diesen Umstand führen Sie in Ihrem Lied "4 Chord Song" am lebenden Beispiel vor. Viel Spaß:

Kurze Version mit genauerer Einleitung:


Lange Version mit mehr Titeln:

Freitag, 12. März 2010

Generic Company Marketing Site

Wenn man bei Ubisoft eine Supportanfrage stellt, bekommt man recht schnell eine Antwort. Und im gleichen Atemzug einen Link auf eine Umfrage zum gewährten Service - konnte die Antwort bei der Problemlösung helfen, war sie schnell genug, etc. pp. Wenn man damit fertig ist, kommt man auf diese hochfunktionale und formschöne Ergebnisseite:

Mittwoch, 13. Januar 2010

Google China will nach Cyberattacke die Suchergebnisse nicht mehr zensieren

Nachdem in letzter Zeit massive Hackerangriffe auf die Infrastruktur von Google und weiteren großen Firmen erfolgt sind, erwägt der Suchmaschinenriese eine Wende in seiner China-Politik. Die jüngsten Angriffe hätten die Google-Mail-Konten von Menschenrechtsaktivisten zum Ziel gehabt, wodurch sich eine neue Dimension der fragwürdigen Menschenrechtsentscheidungen im großen China ergeben hätte.

Im offiziellen Blog von Google ist nun die Rede davon, dass der Suchmaschinenriese seine Gesamtstrategie in China überdenken und die Zensur der Suchergebnisse zukünftig ablehnen möchte. Sei unter dieser Bedingung der weitere Betrieb von google.cn nach chinesischem Recht nicht mehr möglich, so wäre das Unternehmen auch dazu entschlossen, sich komplett aus China zurückzuziehen.

Ein mutiger Schritt, aber auch das richtige Zeichen.

Sonntag, 10. Januar 2010

Schnee ist auch von oben weiß...

Wer schon immermal wissen wollte, wie sehr sich das Antlitz der Kontinente verändert, wenn Schneestürme das öffentliche Leben zum Erliegen bringen wollen, der wird derzeit bei spacefellowship.com fündig: Schneebrittannien aus dem All.


(Public Domain) NASA

Schon irgendwie beeindruckend...

Dienstag, 29. Dezember 2009

Ubuntu XP

Eine chinesische Warez-Gruppe hat, nachdem ihr letzter Windows-XP-Crack ordentlich Pfeffer aus Redmond bekommen hatte, ein Linux Ubuntu so stark umgebaut, dass es Microsofts Windows XP fast aufs Pixel gleicht. Die Chimäre hört auf den Namen Yimf OS und ist bisher nur auf obskuren chinesischen Webseiten - und nur mit chinesischer Locale - zu finden.

(C) Yimf OS Team

Interessanter Zeitvertreib, aber angesichts von Zielgruppe (Ich mein... wem soll das gefallen? "Newbs", die keine win32-Software wollen? Oder "nerds", die das Windows-Feeling nicht missen wollen?!) und Copyrights auf Oberflächen ein zweifelhaftes Unterfangen.

Freitag, 11. Dezember 2009

Noch ein Weltuntergang...

Wo wir grad beim Thema sind -- das ist mal ein genialer Weltuntergang:



(Krasses Pony!)

Zweiundzwanzig Weltuntergänge

Hier gibt es eine schöne Liste über vergangene Weltuntergänge.

Na, wer schafft es, die Aufzählung in die Zukunft zu extrapolieren, und dadurch die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit der momentan allgegenwärtigen 2012-Hysterie abzuschätzen?

Meteoriten als Haupt-Methan-Quelle der Marsathmosphäre ausgeschlossen

Forscher haben kürzlich in Experimenten herausgefunden, dass Meteoriteneinschläge zu wenig Methan in die Marsathmosphäre einbringen, um das durchschnittliche Vorkommen des Gases auf dem roten Planeten aufrecht erhalten zu können.

In der Marsluft werden jedes Jahr um die 300 Tonnen Methan durch chemische, sonneninduzierte Prozesse verbraucht. Meteoriten könnten jedoch bei ihrem Athmosphäreneintritt im Schnitt höchstens 10 Kilogramm pro Jahr liefern. Somit bleiben nach Meinung der Forscher nur noch zwei Möglichkeiten, woher die benötigte Menge an Methan nachgeliefert werden kann:

Die erste Möglichkeit ist eine Reaktion zwischen vulkanischem Gestein und Wasser, die sogenannte Serpentinisation, bei der Olivin, Kohlendioxid und Wasser reagieren, die zweite Möglichkeit sind Mikroorganismen, die das Methan als Stoffwechselnebenprodukt bilden. Ein Joint-Venture der ESA und NASA soll nun etwa 2018 vor Ort die wahrscheinlichste Antwort bestimmen. Der Nachweis von Mikroorganismen auf dem Mars wäre eine .. mehr als bahnbrechende Entdeckung.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Der Russe auf dem Mond..

Scheinbar hat ein russisches Bergbauunternehmen einen Vertrag mit der russischen Raumfahrtagentur geschlossen. NefteGasKadry, so der Name des Unternehmens, möchte zukünftig zwei Kosmonauten im gerichteten, prospektiven Bohren ausbilden. So sei geplant, in absehbarer Zeit eine Bohreinrichtung auf dem Mond abzusetzen, die dann von entsprechend ausgebildeten Kosmonauten bedient werden könne.

Da will wiedermal jemand die Amis (und die Japaner) überholen! Ein neuer Wettlauf zum Mond wartet: Find ich gut - je schneller desto eher, nech.
  • Quelle: SpaceFellowship.com (via neftegaskadry.ru): 1, 2

Internationale Rezension: Dresden - Historischer Weihnachtsmarkt im Stallhof

Eine hochwertige, internationale Rezension zum Thema "Historischer Weihnachtsmarkt in Dresden" findet sich hier auf timesonline.com. Kostprobe:

The intoxicating waft of roast you-name-it, fritters, flamed apple and cinnamon crumble, pancakes with anything sweet and sour, the exotic end of the gluehwein line will surely take you there.

Fortgeschrittene Englischkenntnisse nötig, aber definitiv ein Auge wert!

Freitag, 4. Dezember 2009

Science is interesting!

(Update) Embedding hat nich geklappt, deshalb als Link.

(Gesehen bei AS in den Kommentaren..)

Montag, 23. November 2009

Geysire auf dem Saturnmond Enceladus?

Die Überstunden-Weltraummission Cassini Equinox hat tolle Bilder vom Saturnmond Enceladus gemacht, auf dem unter anderem Wasserdampf-Fontänen zu sehen sind. Der Mond besitzt am Südpol gestreiftes Terrain, die sogenannten Tigerstreifen, die wärmer sind als der Rest des Mondes. Das deutet auf exogeologische Aktivität, in Form von sogenannten Kryovulkanen, hin - damit gilt der Mond als einer der Orte, an denen prinzipiell Leben entstehen könnte.


Cassini hätte eigentlich schon im Juni 2008 in Rente gehen sollen, funktionierte aber weiter und konnte so unter anderem den Saturn-Equinox miterleben - ein Ereignis, dass nur alle 15 Erdenjahre stattfindet. Nun beobachtet der Satellit die Veränderungen auf Saturn und seinen Monden, die durch den Jahreszeitenwechsel stattfinden werden.

Gruselkabinett der Exoplaneten

spacefellowship.com hat zu Halloween ein Special über die unwirtlichsten bis jetzt entdeckten Exoplaneten veröffentlicht.

Da gibt es glühende Erden, die zu nah an ihren Sonnen leben und denen förmlich die Luft weggepustet wird, und es gibt Planeten um Pulsare, die, wie auf einem gigantischen Friedhof, alle paar Millisekunden mit tödlicher Strahlung verseucht werden, und natürlich ist auch der leblose Eisklotz dabei, der auf einem Zehn-Erdenjahre-Orbit bei 50 Kelvin vor sich hinbibbert.

Sehr spannend - einfach mal reinschauen - gibt auch Bildchen!

Hakenkreuze an der Dresdner Synagoge - Verdächtiger ermittelt

Der Typ der am 7. November in Dresden die neue Synagoge mit Hakenkreuzen und Nazi-Parolen beschmiert hat.. tja.. der mutmaßliche Täter ist Algerier...

Da staunste - ich hatte eigentlich einen kleinwüchsigen, hässlichen Durchschnittsnazi erwartet. Was lehrt uns das? Nicht immer sofort in Stereotypen denken, sondern auch mal offen für alternative Täterprofile sein. Muslime vs. Juden - der Israel-Palästina-Streit in Elbflorenz.

Herzlichen Glückwunsch.

Das Licht-Echo von V838 Monocerotis

In 2002 staunten die Astronomen nicht schlecht, als ein kleiner roter Stern plötzlich zum hellsten Objekt der Milchstraße wurde: V838 Monocerotis (en, de). Nach kurzer Zeit verlor der Stern wieder an Helligkeit - die Wissenschaftler nahmen an, dass es sich um eine Nova handeln würde. Doch der erwartete Materieauswurf blieb aus - stattdessen kann man beobachten, wie sich seitdem eine wahre Lichtwand durch die Umgebung des Sterns windet - ein Licht-Echo spiegelt die Ereignisse von damals an den umliegenden Staubstrukturen wieder.

Der Stern ist etwa 20 000 Lichtjahre entfernt, das Licht-Echo hat bereits einen Radius von 7 Lichtjahren (weil.. der Ausbruch vor 7 Jahren war -.-).

(Quelle: NASA/gemeinfrei)
APOD hat heute dazu ein aktuelles Bild von 2004 gebracht und mit kurzem Suchen findet man auch Videos, die die Ausbreitung der Lichtwelle über einige Jahre hinweg sehr anschaulich zeigen.