Samstag, 31. Oktober 2009

Smile!

Nachdem Blogspot.com heute über lange Zeit nicht erreichbar war, gehts jetzt wieder weiter: Mit einer Motivationshilfe, sponsered by Cookie:


(Man beachte die oberen Reißzähne: Daneben gucken schon die Nachfolger raus :D )

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Cute Overload

Webtipp: Cute Overload. Auch gut als Anti-Depressivum einsetzbar.

Meine Favoriten:
  • Katze mit Hund
  • Katze ohne Hund
  • Katze mit Stäbchen

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Youtube-Trick: Semantische Wolken

Wenn man in beliebigen Youtube-URLs das 'watch' durch 'warp.swf' ersetzt, kommt man zu einer Art semantische-Wolken-Sicht, bei der die "Ähnlichen Videos" in Wolkenform um das ausgewählte Video herum angeordnet werden - fährt man über eines dieser Wolken, so erweitert sie sich an dieser Stelle und zeigt die ähnlichen Videos von jenem Video. Klickt man eins an, kann man es sich direkt in der Wolkenansicht anschauen.

Sehr spannend - einfach mal ausprobieren! :)
(via @fratzmac, @dernetteseo, @Missfeldt)

Dienstag, 27. Oktober 2009

Left 4 Dead 2

Nachdem's heute auf Arbeit mal kurz um Left 4 Dead, den innovativen Zombi-Coop-Shooter aus dem Hause Valve (Half Life saga, Counter Strike, et al.) ging, muss ich nun feststellen, dass in drei Wochen der Nachfolger, Left 4 Dead 2, rauskommen soll. Mit dabei sind vier neue Survivors, fünf neue "Uncommon" Common Zombies und eine Reihe neuer Special Zombies.

Auch das Gameplay soll weiterentwickelt worden sein. Neben der bereits bekannten Feuerkraft soll es erstmals eine Reihe von Melee-Waffen geben. Darunter Kettensäge und Bratpfanne. Zombiepflanzerl ahoi. :P Ebenfalls großen Einfluss wird der neue AI Director 2.0 auf das Gameplay haben - nicht nur die Frequenz und Zusammensetzung der Hirnschmalz-Liebhaber-Wellen wird das Denkzentrum des Shooters wie im ersten Teil abhängig von der Performance der Wetware-Protagonisten steuern, sondern auch Wetter und Hindernisse auf den vielen möglichen Routen durch die neuen Kampagnen.

Fraglich ist allerdings die Preispolitik, die Valve da fährt - für etwas, was früher als (durchaus umfangreiches) Content Update durchgegangen wäre, verlangt der Publisher den Vollpreis von knapp 50 EUR. Vorbesteller erhalten wie üblich Rabatt. Mein Tipp, sofern es nicht pressiert: Die Tage nach Weihnachten abwarten. In den letzten Jahren gab es da im Steam-Store Preisnachlässe bis 80% - auch auf Topseller. Ansonsten gilt: Appetit holen:

Wehr Dich gegen Cybermobbing!

Gerade seit Ewigkeiten mal wieder Fernsehen geschaut und gleich mal nen Werbespot für die EU-geförderte Kampagne "Wehr Dich gegen Cybermobbing!" präsentiert bekommen.



Cooler Spot und sehr wichtige Kampagne. Weiter so.

Winston, the Human Fountain

Alter.. was'n Kamel.

Hübsche Werbung für Anti-Virus-Tool von F-Secure

Samstag, 24. Oktober 2009

Fefe in der Wikipedia: 300kb Löschdiskussion

Nachdem es nun einen kleinen Artikel über das Blog von Wikipedia-Hetzer Fefe ala Felix von Leitner gibt, entbrennt darüber - wie sollte es anders sein - eine Löschdiskussion. Die hat mittlerweile fast 300kb. Das entspricht einem Dreihunderttausend-Zeichen-Text, oder dem rund Fünfzigfachen der Länge des Artikels selbst (inklusive Löschantrag). Der Löschantrag wurde mittlerweile mehrfach entfernt (darunter von mindestens zwei Administratoren) und wieder eingestellt.

Nur weil "Fefe" eine enttäuschend dumme Diskussionskultur ("Nazi-Blockwart") eingeführt hat, heißt dass nicht, dass wir (die Wikipedia-Mitarbeiterschaft) es ihm gleichtun müssen. Das Blog ist relevant, dafür muss man Fefe nicht mögen. Ich mag ihn jedenfalls nicht, und halte das Blog trotzdem für erwähnenswert.

Was ein Kindergarten.

Freitag, 23. Oktober 2009

Ab März 2010: Verkehrschaos am Pirnaischen Platz in Dresden

Nach Informationen von Dresden Fernsehen wird der Pirnaische Platz ab März kommenden Jahres generalüberholt. Geplant sind die Entschlackung der unübersichtlichen Geometrie und Verkehrsführung, die Erneuerung der Straßenbahnanlagen und die Neugestaltung der Fußgänger- und Radfahrerführungen, inklusive Verfüllung und Rückbau der gesperrten Unterführung.


(Bild aus Google Maps)

Als *der* zentrale Verkehrsknotenpunkt (30.000+ PKW pro Tag) in der Dresdner City ist wohl mit umfangreichen Behinderungen und Umleitungen, auch im ÖPNV zu rechnen. Die Maßnahme soll jedoch bereits Ende 2010 beendet sein.

Jetzt neu: Projekt AAA

Ey, heute hab ich's tatsächlich mal gepackt, als Allererster Auf Arbeit zu sein.

Das will was heißen, bei DEM Chef und DEM Kollegen :P

*Stolz*

(Danke an die Terrorkitties, ihr wisst, wer ihr seid...)
(Danke auch an Rammstein fürs neue Album - damit wird man tatsächlich gut wach :P)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Wikipedia: Die Relevanz-Diskussion, Teil 2

Mittlerweile formiert sich Widerstand gegen die unterirdische Diskussionskultur in der aktuellen Relevanz-Debatte gegen die Wikipedia - auf Netzpolitik.org ist ein zur Vernunft aufrufender Artikel aufgetaucht, der auch eine Einladung der Wikimedia Deutschland e.V. nach Berlin enthält, um über das Problem konstruktiv zu diskutieren.

Unterdessen wurde wohl im Blog der Piratenpartei die "feindliche Übernahme" der Wikipedia (hard copy vom 22.10.09/11:00 als pdf) diskutiert, eine ambitionierte, wie bodenlos bescheuerte Idee, die nur durch die feindliche Übernahme der gesamten Adminschaft (oder der kleineren Verwaltungsbenutzergruppen darüber) zu bewältigen wäre. Auf jeden Fall in höchstem Maße unprofessionell und enttäuschend.

Fette Watsche und Schuss ins Knie, sorry.

Korrektur vom 31.10.: Wie man an der URL erkennen kann, fand die Diskussion der "feindlichen Übernahme" nicht auf dem Piraten-Blog, sondern im Piraten-Wiki statt, wo natürlich andere Publish-Regeln gelten.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Wunschkennzeichen? Lieber nochmal überdenken...

Programmierer haben ein Problem: Sie sind an die Vorgaben ihrer Kunden gebunden. Diese Vorgaben kommen in Form von Pflichtenheft und Use-Case-Sammlung daher. Leider wissen die Kunden häufig nicht, was sie wollen, oder noch schlimmer, die Realität unterscheidet sich von der in Auftrag gegebenen Software - eine sinnvolle Verbesserung der Programmierer, auf eigene Faust, ist praktisch ein Vertragsbruch. Zumal die sinnvolle Verbesserung meist verborgen bleibt, da die Programmierer in der Regel keine Domänenexperten sind. Das heisst, sie sind keine Experten für das, was mit der Software gemacht werden soll.

Ein schöner, derartiger Fall geistert gerade unter einem anderen Motto durch Twitter: Wunschkennzeichen in den USA. Einige "Motoristen" besorgten sich mehr oder weniger freiwillig ungewöhnliche Kennzeichen. Etwa "NO PLATE" ("Kein Kennzeichen").

Problem: Wenn der kommunale Ordnungsdienst dort vor Ort einen Strafzettel für ein Auto ausstellt, das keine Kennzeichen dran hat, dann verlangt die Strafzettel-Software eine Kennzeichenbezeichnung.. und die Polizisten tragen dann so Sachen ein wie "XXXXXXX" oder eben "NO PLATE".. und der Besitzer der ungewöhnlichen Kennzeichen bekommt nach kurzer Zeit teure Post.

Die einfache Lösung wäre, wenn die Software nicht stur auf einem gültigen Kennzeichen bestehen würde, sondern auch den Fehlerfall "Kein Kennzeichen" ausdrücklich unterstützen würde. Aber soweit hat der Auftraggeber dann wohl nicht gedacht :P

Lolcats@Wikipedia

So, und weil Fefe mit "Nazi-Blockwarten" ein Totschlagargument (<-- unbedingt lesen!) gebracht hat, bring ich jetzt auch eins:


In your face. :P

(Mit vielen schönen WP-Referenzen :D)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Wikipedia-Schmäh, Fefe und Co.

Derzeit läuft insbesondere in der Blogosphäre eine Art Anti-Wikipedia-Welle herum, die sich insbesondere über die leidlichen Relevanzkriterien des größten Web 2.0-Projektes der Menschheit echauffiert. Auslöser war wohl die kürzliche und ausgesprochen fragwürdige Löschung des Artikels über den Verein "MOGIS", die für ordentlich Negativschlagzeilen in den Medien sorgte.

Gegen die Relevanz-Diskussion im Allgemeinen und Speziellen ist nichts einzuwenden - schon seit Jahren tobt der interne Kampf zwischen sogenannten Inklusionisten, also Mitarbeitern, die gern mehr Wissen, auch zu weniger klassisch-relevanten Themen, in der Wikipedia hätten und sich für das Motto "Verbessern statt Löschen" stark machen, und den Deletionisten (anscheinend abwertend für "Exklusionist"), die das Löschen von vermeintlichem oder tatsächlich Irrelevantem vorziehen. Die Diskussion an sich kommt zu keinem Ende, eine echte Lösung ist zwischen den zahlreichen Kompromissen nicht in Sicht und ist angesichts des massiven bürokratischen Overheads der Wikipedia auch nicht ohne weiteres vorstellbar.

Umso mehr ärgert mich die Art, wie die Diskussion jetzt ausserhalb der Wikipedia geführt wird. Billigste Polemik. Schmählichste Hetze, von "Geschichtsrevisionismus"(!, Fefe) ist die Rede. Vorallem die Pauschalisierung der Mitarbeiterschar und die Reduzierung auf "Nazi-Blockwarte" ist unter aller Sau, und der sonst so intellektualisierten Blogosphäre nicht angemessen. Vielmehr reduziert diese Verallgemeinerung die Tausenden aktiven und inaktiven Mitarbeiter die die Wikipedia zum Nummer Eins Nachschlagewerk im Internet machen und gemacht haben - ganz ohne Beschränkung der Allgemeinheit - zu debilen Dilettanten, die in ihrer Traumwelt leben und der Welt ihren Willen aufzwingen wollen.

Diese Sicht zeugt von Faulheit. Diejenigen haben nicht die Zeit oder die Lust, sich mit den Interna zu beschäftigen bevor sie ihren unqualifizierten, geistigen Dünnpfiff absondern - klar, ich sehe ein, dass es sehr schwer ist, in die Wikipedia abseits des Artikelnamensraumes einzusteigen - die Regeln und Konventionen haben mittlerweile ein Ausmaß angenommen, das aktive, langfristige Mitarbeit erfordert, um sie komplett kennenlernen zu können, doch andere kritische Autoren, wie etwa Herr Freistetter von AstrodictumSimplex schaffen es auch. Speckernd wie die Spatzen wird gefordert, dass "diese Mitarbeiter" doch die eigene Sicht der Dinge zu übernehmen haben, und so rutscht der Argumentationspöbel auf die selbe Stufe, die er der Relevanzdiskussion unterstellt: eine Stufe der Ignoranz. Damit disqualifizieren sich die Diskutanten selbst.

Da wird sich über Verwaltungsvorgänge diebisch gefreut, und in Seitenlöschungen und -schützungen Zeug reininterpretiert, dass es nicht mehr feierlich ist. Wenn ein Lemma, zum Beispiel angeregt von einem vielgelesenen Blogger, innerhalb von 10 Minuten fünfmal gelöscht und neu angelegt wird, wird das Lemma nunmal gesperrt, bis sich ein vernünftiger Artikel ankündigt. Wenn in einem normalen Forum ein Editwar losgeht, wird der Thread auch auf Eis gelegt, bis sich die Sache normalisiert hat - wo ist das Problem?
Da werden uralte, unzusammenhängende Edit-Ketten hervorgeholt und als symptomatisch für das ganze Vorhaben dargestellt. Leute. Das ist ein Wiki mit vielen Millionen Edits - jeder kann mitmachen - der ehrliche, grundanständige Wissenschaftler, der Klassendepp und auch der PR-Manager. Es sind alles Menschen - Stakeholder -, die ihre eigenen Interessen verfolgen, und nicht eure. Und dafür verwenden Sie die Mittel, die sich ihnen bieten. Wem das nicht passt, der muss mit genau den selben Mitteln selbst was dagegen unternehmen, denn Fakt ist: subtiler Vandalismus geht heutzutage mit vielen Hundert Edits pro Minute einfach mal unbesungen zwischen gerechtfertigten Änderungen und offensichtlichem Vandalismus unter - es gibt in der Tat zuwenige "Aufpasser".

Doch zurück zur Blockwart-Polemik und meiner zentralen These:

Die Wikipedia und ihre Belegschaft sind kein monolithischer Koloss.

Nichts, was einen einzelnen Stempel vertragen oder verdienen würde. Es gibt hunderte thematische Expertengruppen, es gibt dynamische und statische, offizielle und inoffizielle Autorenverbände, es gibt tausende Gelegenheitsgenies, es gibt Verwaltungsgruppen, es gibt Hausmeister und Gärtner, und es gibt "Blockwarte". Das alles ist ein extrem fein strukturierter, extrem vielschichtiger Organismus, der in hunderte Richtungen gleichzeitig strebt und sich deshalb nur langsam vorwärts bewegt.
Der Koloss ist demokratisch organisiert - nicht unbeschränkt basisdemokratisch - aber doch zumindest in Form einer Rätedemokratie mit dominierendem plebiszitären Element. Die Richtung ändern kann man. Aber nicht, indem man sich von außen in billigem Spott versteift. Die Wikipedia lebt vom Mitmachen und das externe Lästern über die unverstandenen Wirkmechanismen im Inneren ist noch wertloser als das Metadiskussionsgewäsch innerhalb der Wikipedia selbst.

Also: so Revoluzzer-artig das klingt: Wenn ihr was an der Wikipedia anders haben wollt, dann geht hin, und macht es scheisse-nochmal besser. Aber macht es, wie anderswo auch, unter der Maßgabe der lokalen Netiquette und des Foren-Hausrechts - plumper Vandalismus und blinder Aktionismus bringen nichts, außer einem längeren Sperrlogbuch. Beschäftigt euch mit dem Koloss, versucht, eine Sicht auf das Innere zu erlangen, beteiligt euch an den internen Abstimmungen und Diskussionen. Und wenn sich genügend vernünftige Leute zusammentun, dann ändert sich auch was zum Guten. Und wenn es nur eine qualifizierte, differenzierte Meinung ist, die dabei abfällt.

Links zum Thema, zum Teil referenziert:

(Der Autor dieses Artikels ist langjähriger aktiver Mitarbeiter - kein Admin - der Wikipedia, der Metadiskussionen verabscheut und an AGF und IAR glaubt. Er ist Inklusionist, wie die meisten der hier kritisierten Blogger es wohl wären, wenn sie an der Wikipedia mitarbeiten würden, aber er wünscht sich für diese eine differenzierten Blick auf die Wikipedia.)




Nachtrag: Snippet aus einem anderen Diskussionsfaden: Versuch der Erklärung, warum es manche Lemmas gibt, und manche nicht:


Das Problem ist, dass die WP-Gemeinschaft allergisch auf Werbung und "POV" reagiert. Ein Produkt/Buch/Verein/Partei/Marke/.. soll keinen Wettbewerbsvorteil dadurch erlangen, dass es in der Wikipedia Erwähnung findet. Darauf basieren viele der Relevanzkriterien. Hier greift der Anspruch einer Enzyklopädie - in einer etwas strengeren Form: Existierendes soll beschrieben werden - durch die Beschreibung soll sich der Artikelgegenstand möglichst nicht verändern (etwa iSv gesteigerter kommerzieller Bekanntheit).

Aus diesem Grund haben es bestimmte Lemma-Gruppen per definition schwerer als andere: gäbe es Bauchnabelfussel von verschiedenen Herstellern, stünde man vorm selben Relevanzproblem, wie es oben beschrieben ist. Aber Bauchnabelfussel ist ein kommerzneutraler Gattungsbegriff und hat deshalb keinen Wettbewerbsdruck zu befürchten. Es fühlt sich komisch an, dass am Beispiel Bauchnabelfussel zu schreiben, aber naja, was will man machen - hoffentlich wird es trotzdem klar :D