Samstag, 14. März 2009

Mahnbescheid von Katja Günther

Unbescholtener Internetnutzer? Auf der Suche nach kostenloser Software Scheisse gebaut und für OpenOffice und andere freie Software "Opendownload" und co genutzt und hinterher über die Rechnung gewundert?

Unbedingt Law-Blog lesen!

Die Betrüger verschicken aktuell jede Menge Mahnbescheide. Die wirken viel bedrohlicher als einfache, unbegründete Rechnungen. Unbedingt rechtzeitig Widerspruch einlegen und am besten gleich Anzeige wegen Betrugs und Erpressung erstatten.

Freitag, 13. März 2009

Es ist wiedermal Amoklauf-Zeit

Es war nur eine Frage der Zeit, bis nach dem Amoklauf am Mittwochmorgen in Winnenden bei Stuttgart (nicht zu verwechseln mit Geneva, Alabama in den USA!) wieder die einschlägigen Überschriften durch die Medien flatterten.

Erst war der Psychopat anscheinend total profillos, danach hatte er plötzlich polemisch zwei Gesichter. Am Donnerstag morgen freute sich die Presse mit fetten Schlagzeilen darüber, dass der Junge "Killerspiele" auf seinem Rechner hatte und gern Horrorfilme schaute und erhob diese sogleich zu Motiv und Ursache. Und Donnerstag Abend ging wohl die Meldung, dass er seine Tat in einem "Internet-Chat" angekündigt hatte. Blöd natürlich, wenn sich hinterher rausstellt, dass dem garnicht so war. Jetzt sollen die entsprechenden Quellen überprüft werden. Natürlich mit Beschlagnahme von beliebiger potentiell missbrauchter Rechentechnik. :P

Man muss lange suchen, bis man jemanden findet, der wenigstens einsilbig (vorletzter Absatz, der eine Satz oberhalb von"Killerspiele/Horrorfilme" und unter "Motiv im Dunkeln") über die psychische Störung des Attentäters spricht - kranke Welt, wenn jeder die Erklärung für die Ursache dieser Tat in Computerspielen und den pitterpösen Sportschützen sucht, statt mal den kurzen Weg zu gehen und die Verbindung zu der "psychatrischen Behandlung" der "depressiven Störung" des 17-jährigen Mordstypen herzustellen. Wär ja auch zu einfach, wenn der Täter einfach nur verrückt gewesen wäre. Nein, er hat selbstverständlich seine Schule am Computer nachgebaut und sich bei seinem Waffenfreak-Vater langfristig ein Gespür fürs Erlegen von kleinen Kindern antrainiert. /ironie-off

Tut mir leid, aber für mich hörten sich die Meldungen an wie seit Monaten vorbereitet.. gibt es in sensationsgeilen Redaktionen von Bild und co heutzutage Schubladen, wo Blanko-Nachrichten für Amokläufe und Hochzeiten von Boris Becker rausgezogen werden können, und einfach nur Ort, Name und Opferzahl nachzutragen sind? Verdammt, Jim, er ist tot.

Toll auch, dass die Politik schnell die Schuldigen bei der Hand hat: die Sportvereine. So rief Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) die Schützenvereine dazu auf, ihre Mitglieder genauer zu kontrollieren (!!). (Hier im letzten Absatz)

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Moment, moment, moment. Nur damit ich das richtig verstehe.

Die Sportvereine, ganz normale private Vereine, wie sie jedes Dorf für Fußball und Skat hat, sollen was genau tun? Die Mitglieder genauer kontrollieren? Wie denn? Private Hausdurchsuchung? Private psychologisches Gutachten? Tagebücher vorlegen lassen und privat analysieren? Und dann? Wenn sie meinen, was gefunden zu haben? Selbst verhaften und in Ketten legen? An den Pranger?

Als ich das letzte Mal nachgeschaut hatte, gab es für sowas noch einen staatlichen bzw. richterlichen Vorbehalt.. ach und tatsächlich... der *Staat* dürfte die Waffenbrüder sogar kontrollieren. So genau wie er möchte! Das WaffG erlaubt nämlich die beliebige und regelmäßige Kontrolle der Aufbewahrungsvorschriften für Sportschützen und Jäger durch die zuständige Behörde! (§36 Abs 3 WaffG und §39 Abs 1 WaffG) Wird offenbar nicht häufig gemacht. Puh, fat chance. Die die es dürfen, machen es nicht (und würden wegen dem üblichen Stichproben-Prinzip vermutlich sowieso keinen Amoklauf mit Schusswaffen verhindern können), und die, die es nicht dürfen, sollen?

Das gilt sogar für die psychologischen Gutachten. Junge Sportschützen müssen nämlich eine Art MPU machen (§6 Abs 3 WaffG). Genau, den Idiotentest für Totschläger-im-Straßenverkehr für um die 200 Euro das Stück. Damit stehen junge Sportschützen im Waffengesetz mit Alkoholkranken und verurteilten Verbrechern auf einer Zuverlässigkeitsstufe. Diese Pflicht entfällt erst bei der soziologisch gesicherten und rational nachvollziehbaren, deshalb absolut nicht als beliebig anzusehenden Altersreifegrenze von 25.

Selten so gelacht.

Ich prophezeie, dass in Kürze eine Novelle des Waffengesetzes ins Haus steht. Die liegt nämlich bestimmt auch schon in der Schublade, nummeriert nach Amok-Läufen...

Kinners, so lange ihr die Verantwortung von einem zum nächsten schiebt, wird sich nix ändern. Die Politik ist gefragt, Möglichkeiten zu schaffen, soziale und psychologische Grenzfälle mit "Potential" finden und auffangen zu können, wenn es die Familien und das sonstige soziale Umfeld schon nicht gebacken kriegen. Denn wenn die Ursachen für diese Amokläufe nicht unter Kontrolle gebracht werden, wird es auch immer einen Weg geben, dass der Täter an mehr oder minder gefährliche Waffen kommt. Beim nächsten Mal ist es die Pistole eines Polizisten. Danach ein Küchenmesser, die es legal in Größen und Schärfen zu kaufen gibt, dass einem vor Angst die Haare ausfallen. Das nächste Mal ist es ein Auto in der Fußgängerzone.

Was ist eure Lösung, liebe Politiker? Küchenmesser mit ins WaffG aufnehmen? MPUs für Köche? Aufbewahrungsvorschriften für Autoschlüssel? Polizei entwaffnen? Zwangseinweisung für Computerspieler? Beugehaft für den Vorstand von Sportvereinen? Das Internet abschalten? Die Menschen reprogrammieren?

Ich bin gespannt.



Nachtrag: Ich bin leicht verwirrt, BMI Schäuble spricht sich gegen eine Verschärfung des Waffenrechts, dafür aber gegen "Killerspiele" und Gewalt in "den Medien" aus.

Freitag, 6. März 2009

Letzte Prüfung...

Gerade eben meine letzte Prüfung im Studium absolviert.

Fächer: Systems Engineering I & II aus Architektur verteilter Systeme.
Prüfungsthemen die dran kamen, soweit ich mich erinnern kann: Feature Interaction, Komplexität, DFC, Modularität, Model Checking; Testing, Unit, Spec-based, Impl-based --> PCT (Prädikatabstraktion! was, warum, wo, wie, wer, am eigenen Beispiel durchnudeln); MapReduce (Aufgabe: Algorithmus für invertierten Index), wer sortiert wo warum, wie schafft man es, dass der Reducer beliebige Lasten ausschließlich mit seinem Hauptspeicher berechnen kann; Konsens, Paxos, Crash-Failure;

Die Athmosphäre war locker und sehr freundlich, der Prüfer ließ sich zum Teil thematisch ausgezeichnet lenken.

Endresultat: 1.0

:D

Und jetzt: Pause. ^^

Dienstag, 3. März 2009

Dann ging's doch ganz schnell...

Mit großer Überraschung über die plötzliche Eile habe ich vorhin das erstinstanzliche Urteil gegen Dieter Althaus vernommen. Der thüringische Ministerpräsident wurde heute wegen fahrlässigem Totschlags zu 33 000 Euro Strafe und 5 000 Euro Schmerzensgeld verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Seit dem Tag des Zusammenstoßes zwischen Althaus und einer Amerikanerin während einer Ski-Abfahrt in Österreich am Neujahrstag hatten sich Informationen sehr rar gemacht. Althaus kann sich anscheinend noch immer nicht an den Hergang erinnern, wohl aber hat er in einer schriftlichen Stellungnahme die Verantwortung übernommen. Sicher, das vorliegende Gutachten gibt ihm die Schuld - aber wenn man sich an nichts erinnern kann, warum dann explizit die Verantwortung übernehmen - vielleicht unter Bezug auf das Gutachten? Seltsam.

Umso mehr überrascht die nun sehr kurzfristig anberaumte und durchgezogene Verhandlung, die in Abwesenheit Althaus' stattfand. Hatte doch bisher alles auf längere Zeitrahmen gedeutet. Nun binnen weniger Tage Anklageerhebung, Stellungnahme und Verurteilung.

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In other News: ein Blog-Betreiber wird zur Zeit wegen Verstoßes gegen §184b Abs. 4 Satz 2 StGB angeklagt. Bei der zugehörigen Hausdurchsuchung wurde unter anderem ein kompletter PC (inklusive Monitor..) beschlagnahmt. Grund für die Durchsuchung und die Anzeige: er hat in seinem Blog auf ein anderes Blog verlinkt, das wiederrum auf eine gewisse URL-Blacklist auf wikileaks verlinkt und über die Verlinkung berichtet hat. Er hätte sich die rechtswidrigen Inhalte der Liste zu Eigen gemacht. Da staunste.

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Nochmal zum Mitschreiben:

Strafanzeige.
Grund: Link auf einen Link mit Berichterstattung über einen Link zu einer Liste von Links zu strafbaren Inhalten, die zum Ziel hat, eben diese strafbaren Inhalte aus dem Netz zu löschen.

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Morgen wird der Rest der Republik kassiert, weil der durchschnittliche Internetnutzer ein Lesezeichen zu Google hat oder was?

Liebe Kinder des Lichts, die ihr diesen groben Unfug verzapft habt: Habt ihr eine Vorstellung, wie der Link-Graph des Internets aussieht? Wenn ihr da jeden verknackt, der über die verschlungensten Pfade zu potentiell strafrechtlich relevanten Inhalten gelangen könnte, hättet ihr ne Menge Arbeit. Ne ganze Menge. Es ist nämlich mit hinreichender Sicherheit davon auszugehen, dass die transitive Hülle des Linkgraphen des WWWs fast vollvermascht ist. Das heisst, dass du mit deinem Dienstcomputer mit einem Analogon zur obigen Begründung gerade jede Menge Straftaten begehst, nur weil du dich ins Internet überhaupt *eingewählt* hast.

Ich nenne bewusst keine weiteren Details. Am Ende kommt noch jemand auf die ultra-absurde Idee, diese höchst spekulative Transitivität wäre was Tolles. Einschlägige Berichterstattung findet sich sicher leicht per Google oder in den Fachnachrichten (zum Beispiel im Blog eines berühmten deutschen Internet-Strafverteidigers).

Dienstag, 24. Februar 2009

Bild des Jahres 2008 - Wikipedia-Commons

Eins der größten Medien-Reservate der Menschheit, das Meta-Wikipedia-Projekt Commons führt derzeit die Wahl zum Bild des Jahres 2008 durch. Nominiert sind in 14 Kategorien alle über 500 "gefeatureten" Bilder des letzten Jahres. Abstimmen kann jeder mit einem *-Wikimedia-Konto (z.B. der deutschen Wikipedia) mit über 200 Edits und das nicht eben erst registriert wurde.

Neben einem Einblick, was es in den Commons so an Bildern gibt, eignet sich die Gallerien-Zusammenstellung auch super für die Auswahl des nächsten (und übernächsten... und... über..über..übernächsten) Wallpapers für den heimischen Desktop. Die meisten Kandidaten liegen zudem in so großen Auflösungen vor, dass auch Ausbelichtungen für *echte* Wallpapers drin sein sollten.

Die Auswahl reicht von historischen Reproduktionen und Landkarten, über moderne Detailstudien von Insekten und Gebäuden und Illustrationen bis hin zu Landschaften und riesigen Panoramen von ganzen Landstrichen (oder mal etwas anderes: ein Vertikal-Panorama vom kompletten Empire State Building in New York..).

Der Vorausscheid geht noch bis zum 26.02., das Datum für das Finale der 50 höchstbewertetsten Bilder steht noch nicht fest. Ich werde mich bemühen, bei Zeiten über das Finale oder aber über das Endergebnis zu berichten.

Montag, 16. Februar 2009

Money as Debt

Wieder ein Fundstück aus der Auskunft: Money as Debt - eine Reportage von Paul Grignon, die anschaulich, wenn auch visuell unansprechend erklärt, wie das Weltwährungssystem funktioniert.

Wo kommt Geld her? Warum hat scheinbar jeder, auch die erfolgreichesten Unternehmen und Wirtschaften Schulden, und das in großem Umfang? Nur die Banken nicht.

Der Film spricht das Offensichtliche aus: die Banken erzeugen Geld
- aus Nichts -

Oder vielmehr aus den Versprechen von Dritten, ihrerseits ihre Schulden zurück zu bezahlen. Und diese Schulden werden wegen der Zinsen nicht weniger.
Es gibt einfach so viel Geld, wie die Menschheit Schulden machen kann. Solange das Wirtschaftswachstum mithält, ist das kein Problem, doch das bereits exponentielle Wachstum bedeutet für einen Kontext mit begrenzten Ressourcen (= die Erde) über die Zeit definitiv und zwangsläufig den Totalkollaps, da für exponentielles Wirtschaftswachstum auch exponentiell steigend Güter produziert werden müssen - mit entsprechendem, exponentiell wachsenden Bedarf an Rohstoffen (zumindest solange wir keine 100%-Recycling-Technologie wie etwa im Ringwelt-Universum erfunden haben).

Dabei ist die Lösung für das Dilemma recht einfach: die Staaten müssen nur ihr Recht zurückfordern, selbst die Währung ausgeben zu dürfen. Es ist doch ganz offensichtlich hirnrissig, dass Staaten sich bei Banken verzinst Geld leihen müssen, das sie eigentlich auch selbst ausgeben dürften. Und nein, das würde nicht zu einer verstärkten Inflation führen, denn was der Staat an Zinsen spart, kommt in irgendeiner Form zu den Bürgern zurück. So gesehen ist Inflation nur eine Art bankeninduzierte Vermögenssteuer, die über das allgemeine Steueraufkommen vom Staat auf den Bürger umgeschlagen wird.

Mal eine Stunde Zeit nehmen, Bier aufmachen, die Reportage gucken, und sich dabei ärgern, dass man kein Bankmanager geworden ist:
(mit deutschen Untertiteln (aber Englischkenntnisse empfohlen - die Untertitel sind teilweise zu schnell)).

Samstag, 14. Februar 2009

Kurzfilm (-Serie): Escape from City-17

Ein kleines kanadisches Team hat mit einem "Schnürsenkel"-Budget eine Kurzfilm-Reihe im Half-Life 2-Universum ins Leben gerufen. Den ersten Teil kann man hier genießen. (Allerdings "FSK18"). Für jeden Fan einen Blick wert!

Freitag, 13. Februar 2009

Apropos ISS..

Anfang Februar hat ein gewisser Eric J. Zbinden ein Foto des Mondes gemacht. Besonderheit: im Vordergrund ist die ISS zu sehen! Das ist deshalb besonders, weil der Weg der Raumstation durch das Bild des Mondes lediglich eine knappe halbe Sekunde gedauert hat.

(Copyright: E.J.Zbinden)

Besonders schön ist der blaue Schimmer der Station - das ist kein Artefakt der Aufnahme, sondern die Reflektion der natürlichen Farbe der Erde :-)

Das Photo stammt übrigens von APOD, einer Seite der Nasa, auf der jeden Tag eine weiter astro-fotographische Perle zu bestaunen ist.

So zum Beispiel das hier:
(Copyright: Daniel López, IAC)

Zu sehen ist links das sogenannte Zodiakallicht, eine ständige Reflektion von Sonnenlicht an der Staubscheibe die die gesamte Planetenebene unseres Sonnensystems durchzieht (quasi die Visualisierung des Sonnensystems!), und rechts die Milchstraße. Zwei astronomische Ebenen, die unseren Platz im Universum definieren.

APOD ist definitiv den täglichen RSS-Besuch wert!

Donnerstag, 12. Februar 2009

790km über dem Meeresspiegel: Verkehrsunfall

In der Nacht zu Mittwoch sind über Sibirien zwei große Kommunikationssatelliten kollidiert und wurden dabei vollständig zerstört. Nach Angaben der NASA und der Weltraumüberwachung des US. Militärs (US STRATCOM) entstanden dabei wenigstens 600 erkennbare (>9,9 cm) Bruchstücke, die vermutlich im Laufe von Monaten bis Dekaden in die Erdathmosphäre eintreten werden.

Bei den beiden Satelliten handelt es sich um Iridium 33 und Cosmos 2251. Ersterer gehört zum fast 100 Satelliten umfassenden Satellitentelefon-Netzwerk Iridium, der andere ist ein seit 10 Jahren defekter russischer Kommunikationssatellit.

Eine Kollision dieser Größenordnung sei im künstlichen Himmelsreigen eine Premiere, zuvor waren in der Regel sehr kleine künstliche Satelliten/Bruchstücke mit mittelgroßen oder großen kollidiert und hatten dabei deutlich weniger Schaden angerichtet.

Laut NASA existiert eine, wenn auch geringe Chance, dass sich durch die große Zahl an Bruchstücken die Sicherheit der ISS verschlechtert.

Mein erster Gedanke war: ist das ein Star Wars-Test? Dagegen spricht, dass wohl nur der amerikanische Iridium-Satellit manövrierfähig ist.. war, während Cosmos 2251 über keine Kurskorrekturmöglichkeiten verfügte. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Amerikaner einen eigenen, im wirtschaftlichen Einsatz befindlichen Satelliten als Ziel wählen.

Iridium 33 soll nach der Vermessung des Trümmerfeldes durch einen von drei bereits im All befindlichen Austauschsatelliten ersetzt werden.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Letzte Vorlesung...

Heute die letzte Pflicht-Vorlesung meines Studiums rumgebracht - jetzt läuft der Countdown zur letzten Prüfung und zu den beiden vorerst letzten Thesis-Defenses. Klingt fast so als könnte man sich auf absehbare Zeit mal wieder Urlaub gönnen Oo

Brauch ich nur noch 'nen Sponsor *zwinkerzwinker

Dienstag, 3. Februar 2009

Erster Exoplanet in Erdgröße entdeckt

Die ESA-Mission CoRoT zur Entdeckung von kleinen Exoplaneten ist fündig geworden!

CoRoT-Exo-7b ist nach über 330 bisher entdeckten Exoplaneten der erste, der nicht mit Jupiter-Dimensionen verglichen wird, sondern mit der Erde. Mit 1,75 Erdradien ist er nicht nur deutlich schwerer zu entdecken als die Riesenplaneten, die sich in der Regel über das Zerren an ihrem Hauptstern verraten, sondern auch Kandidat für den ersten entdeckten Felsplaneten.

Bewohnbar ist er jedoch definitiv nicht. Der Planet im Sternbild Einhorn hat eine Umlaufzeit von 20 Stunden, ist entsprechend nahe an seinem Stern und dürfte auf der Oberfläche Temperaturen zwischen 1000 und 1500 Grad Celsius haben.

Hier gibts noch mehr Hintergrundinfos.

Gesehen auf Astrodicticum Simplex.

Montag, 2. Februar 2009

Das einfachste Computerspiel der Welt

Schön gemacht, selbsterklärend, entspannend. Super Sache.

Das einfachste Spiel der Welt.

SUPER BOWL - Endstand

Die Pittsburgh Steelers gewinnen den 43. Super Bowl mit 27:23 nach einem ausgesprochen spannenden Spiel, nachdem die Führung innerhalb der letzten fünf Minuten zweimal gedreht hatte. Die letzten 35 Sekunden bargen für die Cardinals die Chance, nochmals auszugleichen, verspielten diese jedoch in den letzten 10 Sekunden mit einer Interception.

Während die Schiedsrichter eine makellose Leistung zeigten, fielen die beiden Profiteams durch überraschend viele persönliche Fouls und unnötige-Härte-Strafen auf.

Später eventuell ein ausführlicher Spielbericht - gute Nacht :-)

SUPER BOWL - Halbzeitstand

In diesem Moment ist im Stadion der Tampa Bay Buccaneers der Teufel los: der 43. Super Bowl der NFL geht in die Halbzeit.

Eine halbe Minute vor dem Abpfiff stehen die Arizona Cardinals einen Meter vor der Ziellinie der Pittsburg Steelers. Der QB der Cardinals wirft einen harten kurzen Pass nach links in die Endzone. Problem: Ein Steeler springt dazwischen und krallt sich den Ball auf der Ziellinie. Die gelbe 92 kommt in Bewegung und legt einen laaaaangen Sprint in einer Wolke aus Verteidigern hin, die sich in Erwartung des feindlichen Touchdowns alle auf der Ziellinie aufhielten.

Die 92 überlebt vier Angriffe und einen Doppelstop-Versuch auf der Ziellinie der Cardinals, und landet mit dem Helm zuerst in der Endzone. Nach einem Booth Review - der Prüfung der Videoaufzeichnungen, ob es sich bei der knappen Aktion tatsächlich um Punkte handelte stand es offiziell fest: Interception-Return-Touchdown - mit einhundert Yards der längste seiner Art in der Geschichte des größten Einzelsportereignisses der Welt, dieses Jahr zu sehen in 117 Nationen.

In die Halbzeit geht es mit 17:07 für die Steelers und Bruce Springsteen.